Wie nah sind wir an der Realität vom Leben mit humanoiden Robotern? Und stehen wir wirklich am Beginn einer neuen Ära? Diese Fragen standen im Zentrum einer aktuellen Präsentation aus dem Business Development von FAULHABER. Die Antwort lautet: näher, als viele denken – und doch sind noch einige Hürden zu überwinden. Der Experte skizzierte den aktuellen Stand der Technologie, identifizierte realistische Einsatzszenarien und zeigte auf, wo FAULHABER heute bereits eine Schlüsselrolle spielt.
Zu Beginn stand ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn wir heute bereits über den perfekten humanoiden Roboter verfügten? Die Antwort lautete: Er würde sich ideal in unsere Umwelt einfügen – eine Welt, geschaffen von Menschen für Menschen und Roboter. Doch in der Realität befindet sich die Technologie noch in einer frühen Phase ihres Lebenszyklus.
Kevin Moser spricht von einer „Innovation Trigger“-Phase, in der zwar erste funktionsfähige Prototypen vorliegen, aber noch kein kommerziell breit einsetzbares Produkt. Diese frühe Marktphase sei geprägt von Experimentierfreude, einem starken Interesse von Medien und Investoren sowie einer Vielzahl technischer Ansätze – von denen jedoch nur ein Teil überleben werde. „Nur die besten Konzepte setzen sich durch – der Rest verschwindet wieder vom Markt“, so die Einschätzung. Die treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung sind klar: Fachkräftemangel und demografischer Wandel erzeugen einen enormen Bedarf an Automatisierung. Gleichzeitig ermöglichen technologische Fortschritte – etwa in der Generativen KI, bei Sensorik und Aktorik sowie in der Batterietechnologie – neue Dimensionen der Robotik